Kaufmännische Schule Göppingen

Bad Boll



Zwischen Ulm und Stuttgart findet man heute das nicht mehr all zu kleine Kurörtchen Bad Boll. Bad Boll ist eingebunden in eine wunderschöne Landschaft im Albvorland bzw. auf der Schwäbischen Alb.




Rein geologisch gesehen stehen die Wälder Bolls und ein Teil der Siedlung auf Gesteinen, die man der Alb zuordnet. Boll liegt jedoch am Fuß der untersten Stufe einer überdimensionierten Treppe des Albaufstiegs. Von der Albvorebene steigt das Relief auf die sogenannte "Vorhügelzone" an. Die weichen Gesteine bilden die Anstiege, die harten, wiederstandsfähigen hingegen die "Trittflächen". Auf der Boller Gemarkung findet von Nord nach Süd ein enormer Aufstieg statt. Die Gemarkung liegt bei 380 Metern am tiefsten Punkt, am höchsten Punkt bei 740 Metern. Während der Wald sich vorwiegend auf die Hanglagen beschränkt, stehen auf den flachen Teilen in Bad Boll eine Menge von Obstbäumen. Sie sind zu einem wichtigen Faktor im Erscheinungsbild der Umgebung und im Erwerbsleben geworden. Schließlich kennt man weithin den Boller Fruchtsaft. Die Bäume stehen übrigens auf meist sehr schweren und wasserstauenden Böden.

Noch eingerahmt von Wäldern und dem Naturschutzgebiet Teufelsloch, suchen hier viele Menschen die innere Ruhe im Einklang mit der Natur. Hektik und Stress geraten bei den Besuchern des Kurortes leicht in Vergessenheit. Hier finden sie einen Ort der Ruhe und Geborgenheit, der Entspannung und Erholung sowie der Heilung und Genesung. Lange Zeit wurde Bad Boll im Volksmunde "Württembergisches Wunderbad" genannt. Dieser Ausdruck stammt aus dem 16. Jahrhundert, als man bei Grabungsarbeiten erstmals auf Versteinerungen von Meerestieren, wie zum Beispiel von Meeressauriern, stieß.





Doch dies ist nicht das einzige Wunder geblieben. Die eigentlichen Wunder, mit denen Bad Boll schon seit jeher seine Gäste begeistert, sind drei ortsgebundene Heilmittel:




Diese 3 Säulen werden vor allem zur Therapie bei rheumatischen Erkrankungen, Verschleißschäden der Wirbelsäule und Gelenke, bei Hautkrankheiten, Herz- Kreislaufstörungen sowie bei Nachbehandlungen von Operationen und Unfällen angewandt.

Bad Boll weist ebenfalls eine interessante Geschichte auf, wie zum Beispiel die Entstehung des Kurhauses (sowie das zufällige Auffinden der Schwefelquellen und des Thermalwassers) und die Personen, die Bad Boll zu dem gemacht haben, was es heute ist, wie etwa Pfarrer Christoph Blumhardt und der berühmte Heinrich Schickhardt.
Insbesondere in den letzten 50 Jahren hat eine besondere Einrichtung, die Evangelische Akademie, zum guten überregionalen Ruf des Kurortes beigetragen. Auch viele anthroprosophische Einrichtungen sind hier zu Hause: wie die Arznei- und Kosmetikfirma Wala, die Medizin auch aus eigenem Anbau im Heilpflanzengarten herstellt, sowie die Dr. Hauschka Schule und, und, und .... Eine Vielzahl berühmter Persönlichkeiten von Konrad Adenauer bis Roman Herzog fanden bereits ihren Weg nach Boll.

Wir hoffen wir konnten Ihnen einen kleinen Einblick in unseren Kurort geben und wer weiss, vielleicht dürfen wir Sie auch einmal hier begrüßen!

Autoren: Katharina Titze, Katharina Wieland, Carsten Schulz
Editoren: Ralf Wohland, Matze Weber