Kaufmännische Schule Göppingen
Ein historischer Überblick, WG-Göppingen, Kl. 13c, Dezember 1999


Fast sternförmig gehen die Wanderwege von allen Seiten auf Schloss Filseck zu. Von Faurndau, von Sparwiesen, von Uhingen und Albershausen. Die Anfahrt für Fahrzeuge zweigt zusätzlich von der Landstraße Faurndau - Sparwiesen ab. Besonders von Frühjahr bis Herbst, wenn Bäume und Büsche im Laub stehen, ebenso aber auch im Schnee wirken diese Wege (meist Feldwege) mitunter äußerst romantisch. So vor allem der Weg nach Faurndau, am Schweizerhäusle vorbei hinauf nach Filseck. Nicht minder der Waldweg von Filseck zum Charlottenhof und weiter übers Gfäll nach Albershausen.

Hoch über der B 10 und den Gemeinden Faurndau und Uhingen steht seit dem Jahr 1994 das Schloß Filseck, mit seiner mehr als tausendjährigen Geschichte wiederum im neuen Glanz. Wo einstens Scheune und Kuhställe standen, sind Säle und Arbeitsräume geworden. Wie auch immer, ein Stück Kulturgut des Landkreises ist nach Brand und Zerstörung neu aufgeblüht. Und wie schon zu Zeiten der Gutspächter Waggershauser sollen die Türen Filsecks für alle offen stehen, die einzutreten wünschen. Ein Gastwirt wartet auf liebe Gäste, oben im Dachgebälk ist ein Museum. Und in der Gaststätte ist sogar in Erinnerung an die Gutspächter eine "Waggershauserstube" eingerichtet worden. Damit wird dann auch jenen ein Denkmal gesetzt, die rund um Filseck über viele Jahrhunderte den Acker bebaut haben. Denn alles, was jemals in der Geschichte geschah und war, ist aus dem Bauernstand hervorgegangen. Bauern und Handwerker haben in Fron und harter Arbeit Schloss und Burg Filseck so erbaut, wie wir sie heute noch bestaunen können.


Autoren: Daniela Jungbauer, Stefanie Zwicker
Editorin: Juliana Sezik