Kaufmännische Schule Göppingen

Schertelshöhle und Filsursprung

Auf der Schwäbischen Alb befinden sich über 2300 Höhlen. Eine der wenigen begehbaren davon ist die Schertelshöhle.Die Tropfsteinhöhle mit ihren märchenhaften Stalaktiten und Stalagmiten liegt in einem herrlichen Wald-und Wandergebiet, 4 Kilometer nordwestlich von Westerheim an der Gemarkungsgrenze zum Kreis Göppingen (Anfahrtsweg).





Sie ist vor 100 000- 120 000 Jahren durch den Vorgang der Verkarstung entstanden. Erstmals entdeckt wurde die Höhle vom Freiherr von Schertel.Er war auf der Jagd, als sein Hund, der einem Hasen nachjagte, in ein Erdloch fiel. Der Freiherr wollte seinen Hund zurück haben und war somit der erste unfreiwillige Besucher der Höhle.

1820 kletterten Bergsteiger in die Höhle, um - vergeblich- nach Eisenerz zu suchen. Im 14. Jahrhundert wird in der Chronik erwähnt, daß, wenn man einen Stein in das Loch wirft, er nach kurzer Zeit auf Wasser aufschlägt. 1820 fand man zwar kein Wasser, aber Tierknochen; da Bauern totes Vieh in das Loch warfen, wird es auch Kuhloch genannt. Im Jahre 1830/31 wurde die Höhle durch einen künstlichen Eingangsstollen begehbar gemacht.

Die Gesamtlänge beträgt 212 Meter. Die Temperatur ist das ganze Jahr über konstant zwischen 7 und 8 °C.



Längsschnitt durch die Schertelshöhle (Vermessung durch den HHV Laichingen. Plan H. Frank. Abdruck mit freundlicher Genehmigung des HHV Laichingen.)


Die Schertelshöhle ist ein ideales Ziel für Betriebs-, Vereins- und Schulausflüge. In unmittelbarer Nähe (200 m) befindet sich ein Wanderparkplatz. Zu Fuß kann man die Höhle über zahlreiche Wanderwege erreichen, sei es von Schopfloch aus über das "Harpprechtshaus", vom "Lämmerbuckel" aus über die "Zieleiche" oder von Wiesensteig aus entlang der Fils, am Filsursprung vorbei. Ebenso führt ein breiter Schotterweg (ca. 1.5 km) vom Parkplatz der Papiermühle Wiesensteig direkt zum Filsursprung, dort befindet sich auch eine Grillstelle.

Öffnungszeiten:
sonntags von Palmsonntag
bis 15. November
werktags in der Zeit vom
15. Mai bis 1. Oktober

Die Höhle ist vom 15.11- 15.4. gesperrt, da Tiere wie Siebenschläfer und Fledermäuse darin überwintern.


Autoren: Rafael Brucker, Carmen Siller
Editoren: Fabian Rauter, Petros Tesfai