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Dorf Hohenstaufen
Das Dorf Hohenstaufen ist ein Ortsteil der Stadt Göppingen und ist vielen ein Begriff im Zusammenhang mit dem Staufer Geschlecht. Die Staufer waren die Gründer des Dorfes. Heute leben etwa 1300 Menschen auf ca. 750 ha Gemarkung am Fuße des Hohenstaufen.
In dem Dokumentationsraum für staufische Geschichte (bei der Jakobskirche) kann man sich über Berg und Burg Hohenstaufen, über die bedeutenden Herrscherhäuser des Mittelalters, über Burgen, Kirchen und Klöster im Stauferland sowie die Stauferverehrung im 19. Jahrhundert informieren. Dieser Dokumentationsraum ist jedoch nur halbjährlich, und zwar von Mitte Mai bis Mitte November, geöffnet.
Als Friedrich von Büren 1079 die Herzogsburg bauen ließ, veranlasste er gleichzeitig die Umsiedlung von Bau-und Dienstleuten. Dass das Dorf als Wohnsitz von Handwerkern diente, ist noch am heutigen Dorfbild erkennbar. Die Burgherren wollten die Handwerker durch gewährte kaiserliche Freiheiten an Hohenstaufen ansässig machen. Beim Bau des Ortes waren zwei alte Wege maßgebend:
- von Westen nach Osten wurde Göppingen mit Schwäbisch Gmünd über den Weiler Hohrein verbunden.
- In südnördlicher Richtung führte ein Weg direkt zum Berg.
Der geräumige Marktplatz, früher einfach "Platz" genannt, befindet sich
am Scheitel der beiden Straßen. Viele Straßennamen erinnern noch heute an ihre
früheren Funktionen, z.B. das "Grabengässle": Bei strömendem Regen floss dort
das Wasser vom Berg ab.
Über Leben und Tod am Galgen entschied der Burgherr. Der Galgen befand sich auf den sogenannten Galgenäckern an der "Katzensteige", die zum Maitishof führt. Ab 1700 wurde diese Todesstrafe eingestellt und weiterhin sollte der Galgen nur noch zur Abschreckung stehen bleiben. Da 1814 der Blitz das Holzgestell zerstörte, wurde es ganz abgerissen. Im Jahr 1445 wurde das Amt Hohenstaufen von den Gmündern völlig ausgeplündert, woraufhin Graf Ulrich ("der Vielgeliebte und Vielgehasste") wenige Jahre später die Pfarrei Staufen an das Kloster Adelberg veräußerte. 1451 verpfändete er schließlich das ganze Dorf an Ulrich von Rechberg (für 1300 Gulden). Die Bürger waren darüber sehr aufgebracht, weil Ulrich von Rechberg versuchte, die freiheitlichen Rechte zu kürzen und sie wie eigene Lehensleute zu behandeln. 1470 beschlossen Graf Ulrich und dessen Sohn Eberhard das Pfand zu lösen, wenn ihm die Bürger im Gegenzug 600 Gulden beisteuerten, was diese annahmen. Zusätzlich sicherten die beiden Grafen den Einwohnern von Hohenstaufen die ursprünglichen Freiheiten zu sowie das Versprechen, das Amt Hohenstaufen nie mehr zu verpfänden. Zu dieser Zeit wurde am Hohenstaufen sogar Wein angebaut. Die zwei bekanntesten Sehenswürdigkeiten des Dorfes sind die Spielburg und die Jakobskirche, im Volksmund auch Barbarossakirche genannt.
Quellen:
Stadt Göppingen, Amt für Umweltschutz und Grünordnung, Faltblatt
Autoren: Eva Fröstl, Anja Kazmaier, Zümrüt Yildirim
Editoren: Claudius
Effenberger, Marco Fetzer





