Ein Abriss aus der Geschichte unserer Schule
1900-1933: Ausbau zur Höheren Handelsschule
Eine wesentliche Veränderung bringt das Württembergische Gesetz betr. die Gewerbe- und Handelsschulen vom 22. Juli 1906.
- Errichtung eigenständiger gewerblicher und kaufmännischer Fortbildungsschulen (sogen. Gewerbe- bzw. Handelsschulen)
- Schulzwang für die männlichen Lehrlinge unter 18 Jahren
- Einführung des Tagesunterrichts, an Stelle des Sonntags- bzw. Abendunterrichts
- An Stelle der nebenamtlichen bzw. -beruflichen Lehrkräfte treten vom Staat ausgebildete Gewerbe- und Handelslehrer
Erst am 20. Febr. 1908 fasst der Gemeinderat von Göppingen den Beschluss, eine Handelsschule mit 2 ausgebildeten Handelslehrern zu eröffnen. Die Schule erhielt den Namen Städtische Handelsschule Es dauerte noch über ein Jahr - bis zum 15. Mai 1909 - bis der Unterricht mit 133 Schülern und den beiden Handelslehrern Friedrich Jauß aus Hattenhofen und Friedrich Buback aus Uhlbach beginnt. Die Unterrichtsfächer umfaßten anfangs einen 7-stündigen Pflichtteil pro Woche (deutsche Sprache und deutscher Briefwechsel, kaufmännisches Rechnen, Buchführung und Handelsbetriebslehre) und freiwilligen Unterricht (Französisch, Englisch und Stenographie). Der Pflichtunterricht wurde an zwei Vormittagen erteilt, während der Wahlunterricht vormittags von 7.00 bis 8.00 Uhr und abends ab 19.00 Uhr erteilt wurde. Sowohl für die Pflicht- wie für die Wahlfächer mußten die Schüler Schulgeld bezahlen. Mit der Ernennung von Handelslehrer Jauß im Febr. 1912 zum hauptamtlichen Schulvorstand der städtischen Handelsschule ist der organisatorische Aufbau abgeschlossen.





