Kaufmännische Schule Göppingen

Bernardin Schellenbergers Engagement für Afrika - Besuch an der Schule

Schülerinnen und Schüler der Klassen 11 und 12 lernen innerhalb des Religionsunterrichts von Brigitte Huber kennen, wie Entwicklungszusammenarbeit konkret aussehen kann.

Am 23. Juni 2005 stellte Bernardin Schellenberger in einem ausführlichen Diavortrag sein Konzept der Togohilfe dar. Die Schülerinnen und Schüler beeindruckte besonders, wie er in Togo das Leben mit den Leuten dort teilte und allmählich entdeckte, was sie wirklich brauchen:

„Ich habe mich nie als "Entwicklungshelfer" verstanden, sondern einfach als "Bruder" der Menschen. Darum drängte ich ihnen auch keine eigenen Vorstellungen auf. Es dauerte zwei, drei Jahre, bis die Menschen selbst kreativ wurden und mir sagten, was sie dringend brauchten (die Mütter zum Beispiel Hebammen, oder bestimmte Quartiere einen Brunnen; 10 konnten angelegt werden) oder mir Pläne unterbreiteten, was sie gerne anpacken würden, wenn ich ihnen eine Anschubfinanzierung geben könnte (Zuschüsse für Werkzeuge und Ackergeräte, Schafe, Hühner, Saatgut, Düngemittel, Baumaterialien z.B. für Speicher usw. usw.) Auf diese Weise konnte ich den Start von rund 40 Selbsthilfegruppen ermöglichen. Im Jahr 2001 begleitete unser Koordinator noch 16 von ihnen beratend, aber sie brauchen keine finanzielle Unterstützung mehr.“ (B. Schellenberger)

Sein Ziel ist es, den dortigen Menschen die auf dem unteren Existenzminimum leben und durch geringfügige Wetterschwankungen, Unfälle oder Krankheiten ins Elend oder in den Tod abstürzen, ein etwas gesicherteres , gesünderes Leben zu ermöglichen, ohne dass sie aus ihren gewachsenen Strukturen und Gewohnheiten herausgerissen werden.

Dass das Engagement für Afrika nicht nur eine Sache der großen Politik sei, hatte Bundespräsident Horst Köhler den Schülerinnen und Schülern in seiner Weltethosrede (s. www.weltethos.org) im Dezember 2004 in Tübingen erläutert. Die Togohilfe als konkretes Beispiel bestätigt dies eindrücklich.

Wichtig ist, dass gerade junge Menschen erkennen, wie wichtig globale Solidarität in der „einen“ Welt ist.

Von der wirtschaftlichen und kommunikativen Verflechtung dieser Welt wissen die Schülerinnen und Schüler. Über die ethische Herausforderung können sie diskutieren. Mit dem Vortrag Bernardin Schellenbergers haben sie nun noch einen vorbildhaften Einsatz für die Ärmsten der Armen kennen gelernt. Vielleicht findet Bernardin Schellenberger Unterstützung oder gar seinen Nachfolger oder seine Nachfolgerin unter dieser Schülerschaft?

Mehr darüber in: www.bernardin-schellenberger.de